Montag, 15. Juni 2015

Sport & rote Haut


Video der Woche

Erinnert Ihr Euch an die Tinte des Todes? - Die Thailändische Stiftung Gesundheit hat auch früher schon fantastische Spots gemacht - und diese Drei sind gut für Euer Zwerchfell-Training:

Direktlink zum Video

Ok, dramaturgisch gibt es nicht allzuviel zu lernen, außer dass man damit wunderbar in den Montag starten kann, oder? Die Stories sind klassische Witze und genauso aufgebaut, und sie sind für's TV - wo es schnell und flippig hergehen muss.

Darum reden wir heute mal über GELD

Finanzierung über zweckgebundene Steuer


Die Filme sind mit Steuergeldern finanziert. Aber nicht irgendwelchen!
Progressiver geht es kaum: Steuern aus Problemfeldern werden direkt in Kampagnen für diese Probleme übertragen - aber OHNE ein staatliches Kampagnenmonopol.
Also z.B. aus Alkohol- und Tabak-Steuern erhält die unabhängige Gesundheits-Stiftung Zuschüsse. Damit wiederum fördert sie dann zweckgebunden unabhängige Anti-Alkohol- und Tabak-Organisationen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit - anstatt diesen Job dem Ministerium für Gesundheit zu überlassen (das wäre der deutsche Weg und endet in diesen sarkastischen Tabak-Aufdrucken mit schwarzem Rand).

Dass der unbürokratische Weg eine viel höhere Reichweite hat, lobt schon die WHO:
"ThaiHealth was designed to be the financial support mechanism for health promotion activities, particularly in hard-to-reach area for conventional bureaucratic system. " (Quelle)

In Europa gibt es sowas nur in der Schweiz.

In Deutschland hingegen stammen Gesundheistfilme weiterhin direkt vom Bundesministerium. Als Kontrastprogramm - wer sich das antuhen will - hier der aktuelle Film des BMG:

 "InForm" (Meine Güte, welch geniales Wortspiel!) - Untertitel "Das lustige Jedermann-Haus"
Ja doch, wie lustig, was haben wir gelacht...

Ähm - auf Youtube oder Facebook sucht Ihr den  Film vergeblich. Wozu auch? Die Bürger sollen bitteschön zur Ministeriumsseite gehen, wenn sie was wollen....Seufz.





Montag, 8. Juni 2015

Anruf mit Gruselfaktor!


Video der Woche

Stellt Euch vor, es ist  Bundesliga-Finale. Ok, in Amerika heißt das "Super Bowl".
In der Halbzeit natürlich Werbepause - die teuerste Sendezeit des Landes, und darum die besten Spots überhaupt ...Und dann senden sie DAS HIER:

Direktlink zum Video

Ok, war schwer zu verstehen - hier der Text. Kleiner Hinweis...911 entspricht unserem Notruf 110 und - das hier ist real!

(phone call ringing)

"911, where is your emergency?"
"123 Main St.”
“ok, what's going on there?‘
“I'd like to order a pizza for delivery.” (oh great, another prank call).
"Ma'am, you've reached 911'
"Yeah, I know. Can I have a large with half pepperoni, half mushroom and peppers?”
"Ummm.... I'm sorry, you know you‘ve called 911 right?"
"Yeah, do you know how long it will be?"
"OK, Ma'am, is everything ok over there? do you have an emergency?‘
"Yes, I do.‘
"And you can't talk about It because there's someone in the room with you?‘ (moment of realization)
"Yes, that‘s correct. Do you know how long it will be?“
"I have an officer about a mile from your location. Are there any weapons in your house?‘
"Nope...
"Can you stay on the phone with me?"
"Nope. See you soon, thanks”

As we dispatch the call, I check the history at the address, and see there are multiple previous domestic violence calls. The officer arrives and finds a couple, female was kind of banged up. and boyfriend was drunk. Officer arrests him after she explains that the boyfriend had been beating her for a while. I thought she was pretty clever
to use that trick. Definitely one of the most memorable calls.



Der US-Werbespot ist für's TV produziert worden, erreichte aber auch online Höchstzahlen insgesamt etwa 12 Millionen Views. Für die Campaigner von NoMore war diese Kooperation mit der NFL (der National Football League) das goldene Ei. Bessere Sendezeit gibt es nicht in den USA.

Von Hitchcock lernen


Was habt Ihr gesehen in dem Video? Nun...Nichts! Und doch haben viele von Euch jetzt sicher Gänsehaut. Wie schon Hichcock sagte: "Der Mord soll nicht auf der Leinwand stattfinden - sondern im Kopf des Zuschauers!"



Hier die vier geheimnisvollen Zutaten für einen solchen Zaubertrank.


  1. Es gibt eine dramaturgische Wende - klar, die alleine ist hier schon genial, wenn wir plötzlich verstehen, dass die Frau ihren Peiniger austrickst.
  2. Wir werden zum Voyeur - denn der Notruf ist echt. Darauf basiert der Erfolg aller Reality-TV-Formate.
  3. Ein wichtiges Element fehlt (das Bild)...also füllt unsere Vorstellung es auf, sofern die Story uns anspricht und interessiert. Und kein Kino ist so gut wie unsere eigene Vorstellungskraft.
  4. Das Wichtigste zum Schluss: IDENTIFIKATION - wir können in die Rollen der Hauptfiguren schlüpfen, und so alles miterleben. Wir können dies umso mehr, als die Personen kaum dargestellt werden, aber eine Extremsituation erleben. 
Das ist ein Schlüssel-Element: Lass in Deinem Film Platz für den Zuschauer! Er muss einen Weg hineinfinden. Eine gute emotionale Story EINZELNER Helden oder Antihelden ist fast immer dafür geeignet. Wenn sie glaubhaft sind, und dem Zuschauer ähneln. Das war hier so - die Allermeisten sahen diesen Spot ja zu Hause, mit Partner oder Familie. Also nah dran an der Situation. Nun, glaubhafter als die Wirklichkeit ist kaum etwas. 


Bevor Ihr in den Montag Nachmittag entlassen werdet - auch von mir der Aufruf: SEHT DIE ZEICHEN! Das war die Botschaft dieses Spots. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr eine Frau kennt, die zuhause massive Gewalt erlebt (oder erlebt hat), liegt laut Bundesfamilienministerium statistisch bei....

Eins!

Montag, 1. Juni 2015

Rassismus & Katzen


Video der Woche

Ich hatte ein Tierschutzvideo versprochen....hier kommt es:
Es gibt Leute, die ihre Katzen aussetzen - weil sie auf Selfies nicht gut rüberkommen...weil halt schwarz und so,....HALLOOOO?
Aus Neuseeland kommt dazu diese Anti-Diskriminierungskampagne..sponsored by Samsung:

Direktlink zum Video
Als Kameramann sage ich: Ja, das Tutorial funktioniert - so machen wir es auch bei Interviews mit Partnern aus Afrika. Belichtung runter, indirektes Licht von der Seite (besser Tages- als Raumlicht), nicht zu heller Hintergrund.

Das mit Samsung war ein wenig geschummelt. Samsung hat diese Kampagne  sogar in Auftrag gegeben (bei BBDO), um das Galaxy S5 in Neuseeland einzuführen. Doch profitiert haben die Tierheime und die Katzen allemal, und waren auch beteiligt am Spot (Tierheime UND Katzen, meine ich). Sozusagen ein Win-Win für alle. Profit & NonProfit-Teaming Up, das gibt's in Social-Media-Kampagnen immer öfter, und warum auch nicht? Den Katzen ist es doch egal. Hauptsache nicht in der Mülltonne landen,so wie hier:



Vimeo-Direktlink

Auf Youtube lief das ganze so lálá, bei Facebook ging es aber ab wie eine Rakete, vor allem hatten sie 10% Interaktionen erreicht und den Weg in die Medien hatten sie allemal geschafft, sowohl mit dem Thema als auch mit dem Samsung S5. (Merksatz: Facebook hat Youtube bei Video eingeholt, wenn nicht überholt!)

Was hat diese Kampagne richtig gemacht? Eigentlich alles!

  1. Tutorials sind ein Erfolgsformat
  2. Katzen sind das wahrscheinlich beliebteste Social Media Thema überhaupt.
  3. Die Story ist ungewöhnlich genug für die Multiplikatoren (TV, Blogger, Heftig&Co-Plattformen) - ähnlich der Tinte des Todes von vorletzter Woche.
  4. Die Idee ist unterhaltsam genug für virale Verbreitung und animiert zur Interaktion (10% auf FB, wie gesagt, sonst sind es oft nicht mal 1%)
und als Lerneffekt kommt hinzu: RELEVANZ!

Inhalte mit Bedeutung, für die Gesellschaft und vor allem für den Zuschauer, haben beste Karten. Tutorials sind per se relevant, und ein guter Zweck natürlich sowieso.
Ja, das haben auch Profit-Firmen erkannt: In Social Media Kanälen scheitert die übliche "KaufMich"-Werbung, die ist maximal so spannend wie Selfies (Lesetipp: "Nobody likes selfies"  - außer das eigene)... manchmal möchte ich das ein paar NGOs um die Ohren hauen, die auch nur Selfie-Videos machen.

By the way: Ich habe ein Samsung S5, bestätige gerne, dass es tolle Fotos macht...So, kann mich mal endlich jemand sponsoren? Hallooo?


Dienstag, 26. Mai 2015

Blutende Fußballfans!


Video der Woche

Der Weg zum Spenden führt immer über die emotionale Verbindung. Hier das Case-Study Video einer brillianten Kampagne der Blutspende-Stiftung Hemoba aus Brasilien, Meu Sangue é Rubro-Negro" - wer kein Portugiesisch kann: "Mein Blut ist Rot und Schwarz":

Direktlink zum Video

WOFÜR WÜRDEN UNSERE SPENDER BLUTEN?
das ist doch mal ein schöner Merksatz, oder?

In Marketing-Deutsch: Das Wichtigste, was ein Spendensammler wissen sollte, ist das, was seinen Spendern am wichtigsten ist!...Aber der  Satz mit dem Blut gefällt mir besser.

Wie kommt Video hier in's Spiel? Ganz einfach: Im Seeding. Also in der Verbreitung der Kampagne, die ja an sich eine Offline-Aktion ist.

Drei Bewegtbild-Kanäle wurden dazu verwendet und zwei davon waren "kostenlos":

1) VIDEOPOSTS von Manschaftsmigliedern und Supporter 
Sie posteten Statements zur Kampagne. Nr. Drei, Baía Tihuana, ist eigentlich Sänger einer New-Metal Band:


2) Medienberichte der TV-Anstalten
Brasilien ist eine Fußballnation. Wenn der Libero des FC Vitoria einen Pickel hat, kommt das in den Nachrichten noch vor den Berichten über die aktuellen Bandenkriege in São Paulo. Ganz anders als z.B. bei uns...ähm, oder? Jedenfalls sind die Statements oben sowie die Pressemeldungen natürlich für Sender und Online-Plattformen ein gefundenes Fressen. Auch sei wollen ja Zuschauerzahlen erreichen.

3) Ein eigener kurzer Online-Werbeclip:

Direktlink zum Video
Der Clip ist wirklich einfach gestrickt - Teilnehmer meines Workshops auf dem Fundraisingkongress werden sich erinnern: Schon mit Wevideo.com kann man das online zusammenstellen, guten Sprecher dazu, Musik, ein paar Soundeffekte (die gibt's gratis und rechtefrei im Web) - fertig ist der emotionale Einheizer. Auch kein großes Geld nötig.

Manche bluten gern!


Kampagnenagentur Leo Burnet brachte noch EINE essentielle Zutat mit dazu: Pädagogen nennen es "Gamification" - Mach ein Spiel daraus, und schon wollen alle mitmachen. Hätten das meine Mathlehrer nur mal früher gemacht...viele langweilig Stunden wären mir erspart gebleiben, seufz. Blut spenden wurde hier zu einem Wettbewerb. Denkt mal an die Ice-Bucket Challenge.
Sogar Fans des Konkurrenz-Vereins Bahia spendeten Blut für Vitoria's Streifen...wenn das kein Erfolg ist, dann weiß ich nicht....

Und damit Euch einen schönen Dienstag

Montag, 18. Mai 2015

Listen sind IN!


Video der Woche

Eigentlich wollte ich schreiben: "Listen sind sexy" - das wäre aber hier völlig unpassend, denn diese Liste bringt uns Fakten über Menschenhandel. Und zwar die 25 heftigsten...

Direktlink zum Video

Produzent dieser Liste ist trotz des Themas keine NGO, sondern ein auf Listen spezialisierter Web-Videokanal - list25.com

Listen sind neben Whiteboardanimationen eines der erfolgreichsten Factual-Formate, wer Online-Videos schaut, wird das bestätigten. Und so gaaaaanz langsam entdecken das auch manche NGO.

Warum funktionieren diese Formate so gut? Und besser als jede Doku?

Fakten oder Fun?


Video-Listen sind in Wirklichkeit gar kein Faktenformat. Sondern Unterhaltung. Die Fakten sind nicht die jeweils Bedeutsamsten, Wichtigsten, sondern die Unglaublichsten, Heftigsten, am stärksten Emotionalisierenden (ja ich weiß, schlechtes Deutsch, sorry). Das, was Leute am meisten überrascht und aufregt. Na und? Was ist ein Kampagnenclip denn anderes? Es geht hier nur um eines: Interesse wecken. Nicht um Wissensvermittlung.

Berg hoch macht am meisten Spaß


Listen sind dramaturgisch IMMER rückwärts aufgebaut, von der Hitparade bis zum Illuminati-Verschwörungs-Video...das Beste kommt immer zum Schluss. Menschen lieben es, wenn die Spannung steigt. Das weiß man doch aus dem Kino.

Ach übrigens - wer von Euch auf dem Fundraisingkongress 2015 in Berlin ist: Kommt in's KATERKINO - am 21.5., ab 9:30 Uhr zeige ich dort die Best-Off Auswahl der Videos der Woche 1:30h AM STÜCK!


Warum "Katerkino"?...naja, am Abend vorher ist die große Fundraiser-Gala.

Dienstag, 12. Mai 2015

Tinte des Todes


Video der Woche

Sie ist aus einem besonderen Stoff gebraut, diese Tinte,
...sehr makaber:

Direktlink zum Vimeo-Video

Erinnert Ihr Euch an das "Smoking Kid" aus meinem Beitrag "Tabak nervt!" 2014?
Ja, Thailands Gesundheitsministerium hat wieder zugeschlagen.
Diesmal mit Tinte aus dem Teer von Lungenkrebs-Toten!
und DAS ist eine Story für die Medien.
und DAS wiederum ist der erfolgversprechendste Weg zur viralen Verbreitung.

Zu unserem Glück wurde diesmal Vimeo als Verbreitungs-Platform gewählt. Dort gibt es eine sehr hilfreiche Analysefunktion: Man kann unter "Top Url-Einbettungen" sehen, wer am häufigsten das Video auf seiner Webseite eingebettet hat - was eigentlich nur Medienplatformen tun:



Hln.be, dailydot und TrueActivist haben zusammen 1/3 aller Zuschauer beigesteuert.
Außerdem haben die Thailänder ihre Werbeagentur gewechselt, vielleicht weil Oligvy & Mater eine dunkle Seite haben? Sie arbeiten gleichzeitig für Asiens Tabakindustrie, buuuh.
Jedenfalls steckt diesmal BBDO dahinter....aber Moment...oh nein - die haben ja AUCH mit der Tabakindustrie zu tun. Grad eben haben sie einen Millionen-Etat für Davidoff, Gauloises, John Player Special, West (alles ITG) erhalten. Hmmm.

Naja, wer so viel verdient, kann sich eben auch ein paar Greenwashing-Projekte leisten (war bei ihren Vorgängern auch schon so). In Asien, wo sowieso alles günstiger ist.

Wie auch immer. Erfolg im Onlinebusiness zu haben, das heißt für Videos vor allem: Sie müssen für Multiplikatoren-Plattformen passen, "weird enough" sein. Wie etwa für - mit 37K Zuschauern - hln.be "Het laatste Nieuws", eine Art Belgischer Bild-Zeitung, oder dem daily dot, dem Werbeblättchen des Internets, oder dem "True Activist", quasi der Bild-Zeitung für NonProfits. Was eine Kampagne in Asien jetzt von solcher Verbreitung haben könnte...wer weiß, leben ja viele Thailänder in Brüssel, New York und London, oder?

Ach Mensch, harter Tobak und schmutzige Welt.
Schmutzig und verklebt ....wie mancher Leute Lungen.



Montag, 4. Mai 2015

Kauf einen Sklaven!


Video der Woche

Mal ein richtig waschechtes Fundraising-Tool..diese Box brachte vor kurzem auf dem Alex in Berlin die Leute zum Spenden. Ganz ohne jeden Dialoger oder Fundraiser...

Youtube Direktlink

Klar, dieses Social Experiment ist natürlich kein Devisenbringer, sondern es ging eindeutig um die Awareness. Aufgestellt wurde die Box von Fashion Revolution, einer UK-NGO mit Ablegern in fast 70 Ländern, u.a. eben auch Deutschland. Gegründet nach dem Zusammenbruch der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch, bei der fast 1000 "Niedriglohnarbeiter" zu Tode kamen.

Niedriglohnarbeiter? Meine Güte, manche Sklaven wurden besser behandelt - diese Textifabriken sind für die Armen in Asien das, was Hühnerfarmen für unsere Billig-Hähnchen sind: Erbarmungslose Massenbetriebe für Nutzvieh. Wer ein T-Shirt für 2,-€ kauft, der kauft einen Sklaven...gewissermaßen.

Social Experiment - gewusst wie!


Es gibt sie inzwischen wie Sand am Meer, die Sozial-Experimente - ich erinnere an Blut und Schande aus Indien. Aber deren Videos schaffen es nicht unbedingt in die Top der Klickzahlen. Dieses hier hat einige Elemente, mit denen das gelungen ist. Und zwar schlicht über den magischen Massenmedien-Beschleuniger. Kaum eine Redaktion, die nicht darüber berichtet hat, sei es RTLDer Stern, die Berliner Zeitung und viele, viele Blogger - auch international. Wie das geht? Ganz einfach (aber nicht ganz billig!)
  1. Macher der Kampagne war BBDO, eine der Top-Kreativ-Agenturen. Sie haben natürlich hervorragende Pressekontakte. Zumal wer Geld für diese Agenturgröße hat, hat auch Geld für eine Seeding-Kampagne und eine Pressekampagne dazu.
  2. Die Machart des Videos ist professionell, so gut, dass z.B. RTL das Material problemlos 1:1 übernommen hat (günstiger kommen sie nicht an einen "bunten" Bericht)
  3. Das Experiment ist gesellschaftsfähig, denn es trifft bei sehr vielen Menschen auf Zustimmung. Wer würde schon FÜR Sklavenhalter-ähnliche Arbeitsbedingungen sein?

Wirklich Viral?


Wie schon in 'Teilenswert im Fahrstuhl' beschrieben: Große Abrufzahlen sind noch nicht ein viraler Erfolg. Leider ist die Statistik für dieses Video deaktiviert worden (kein gutes Zeichen). Ein Blick auf die Kommentar-Zahlen jedoch zeigt lediglich knapp 3 Promille Interaktionen
Das ist jetzt eher wenig und deutet mehr auf einen "gekauften" Erfolg. Videos, die eine echte gesellschaftliche Debatte auslösen oder virale hohe Teilungsraten haben, animieren viel stärker zum Liken/Disliken und Kommentieren. Mindestens mal im einstelligen Prozentbereich. Dennoch: Die Kampagne hat alles zum viralen Erfolg - und: Viraler Erfolg ist auch nicht alles. Das einzige, was zählt ist nämlich am Ende wirklich nur der "Erfolg".  Und den kann man nicht abstreiten. Die Awareness wurde erreicht - sie das Medienecho!